Was ist ein Poetry-Slam?

Poetry Slam (wörtlich übersetzt "Dichter*innenwettstreit) ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstverfasste Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum präsentiert werden.

Die Beiträge dürfen dabei vorgelesen werden, Requisiten oder Musikinstrumente dürfen jedoch nicht verwendet werden. Das bedeutet auch, dass das Performen der Texte durch verschiedene Stimmlagen (beispielsweise flüstern, schreien, usw.) sowie Mimik, Gestik und Körpersprache ein wichtiger Aspekt des Vortrags ist. Inhalt und Performance müssen jedoch stimmig sein.

Beim Poetry Slam geht es nicht darum, sich an bestimmte Reimschemata oder andere lyrische Richtlinien zu halten, denn es es gibt keine formalen Vorgaben. Die Slammer*innen sind bei der sprachlichen und formalen Gestaltung ihrer Texte völlig frei. Dementsprechend breit ist auch die Spanne der dargebotenen Formen von Literatur: klassische oder moderne Lyrik, Kabarett, Comedy oder Prosa.

Das Publikum bewertet meist durch Applaus, sowohl den Inhalt des Textes, als auch die Art des Vortrags und kürt so eine*n Sieger*in des Abends.